München, 18. Mai 2010: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) wurde kürzlich auf einem der international führenden Kongresse für Identitäts-, Zugriffs- und Risikomanagement mit dem „European Identity Award” ausgezeichnet. Die KVB erhielt den Preis für „KV-Ident“, ein Authentisierungsverfahren zur sicheren Anbindung von Ärzten und Psychotherapeuten an das Online-Angebot der KVB. Auf diese Weise erhalten Praxen über eine herkömmliche Internetverbindung unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards und ohne den Einsatz zusätzlicher Hard- oder Software einen sicheren Zugang beispielsweise zur Online-Abrechnung, zu elektronischen Dokumentationen im Rahmen von speziellen Versorgungsprogrammen wie Disease Management Programmen oder zum Notarztportal emDoc. KV-Ident steht den rund 24.000 niedergelassenen Hausärzten, Fachärzten und Psychotherapeuten sowie allen Notärzten in Bayern seit Anfang des Jahres zur Verfügung.
„Ich freue mich, dass unsere einfache, aber höchst effektive Lösung der Online-Anbindung bei der Jury Anklang gefunden hat“, erklärte dazu der Vorstandsvorsitzende der KVB, Dr. Axel Munte. „Damit hat das KV-System einmal mehr gezeigt, dass es neue, innovative Ideen in das Gesundheitswesen einbringt und auch erfolgreich umsetzen kann.“ Bereits rund 5000 Ärzte und Psychotherapeuten nutzen in Bayern KV-Ident als sicheren Zugang zum Online-Angebot der KVB. Angesichts der Auszeichnung rechne er nun mit weiter steigenden Nutzerzahlen, so Munte: „Ich gehe davon aus, dass andere KVen und auch weitere Organisationen im Gesundheitswesen solche Lösungen wie KV-Ident als Zugangsverfahren zu Online-Abrechnung und elektronischen Dokumentationen einsetzen werden.“
KV-Ident beruht auf einer doppelten Identitätsprüfung des Anwenders. Jeder Teilnehmer erhält eine Karte, mit der er sich neben seiner persönlichen KVB-Benutzerkennung beim Einloggen identifizieren muss. Die KV-Ident Karte ist eine Plastikkarte im Scheckkartenformat, auf die ein mit Buchstaben und Zahlen befülltes Koordinatensystem aufgedruckt ist, wobei jede Karte eine andere Tabelle aufweist und somit einzigartig ist. Im Zuge des zweistufigen Anmeldeverfahrens werden zunächst Benutzername und Kennwort des Nutzers eingegeben. Nach erfolgreicher Prüfung muss der Nutzer einen per Zufallsgenerator ermittelten Code bestehend aus einer Zahlen-Buchstaben-Kombination, die sich aus der Abfrage verschiedener Zeilen und Spalten seiner persönlichen KV-Ident Karte ergibt, eingeben. Das Authentifizierungsverfahren KV-Ident ähnelt damit dem klassischen PIN-/TAN-Verfahren, das beim Online-Banking zum Einsatz kommt. Die Nutzer sind dabei selbst für die Absicherung ihrer Praxisrechner gegen Trojaner, Viren und den Zugriff durch unbefugte Dritte verantwortlich.
Presseinformation der KVB vom 18.05.2010 als PDF-Datei
KVB gewinnt Europäischen Preis für "KV-Ident"